CODICO IMPULSE 01/2002

OLED - DIE ZUKUNFTSWEISENDE DISPLAY TECHNOLOGIE!

ALS OLED WIRD EINE SELBSTLEUCHTENDE DISPLAYTECHNOLOGIE BEZEICHNET, BEI DER DÜNNE ORGANISCHE SCHICHTEN ALS LICHTEMITTER FUNGIEREN.



Wie herkömmliche anorganische Leuchtdioden benötigen OLEDs eine gewisse Schwellenspannung, um Licht zu erzeugen. Anders als diskrete LEDs, welche auf kristallinen Strukturen beruhen und quasi als Punktlichtquellen wirken, sind die filmartigen OLEDs Flächenemitter. Somit eignen sie sich bestens zum Einsatz in Flachbildschirmen. Die OLED-Technologie basiert auf dünnen organischen Schichten, welche in Sandwich-Formation zwischen einer transparenten Anode und einer Metallkathode angeordnet sind.

An der Anode werden Löcher in die erste organische Schicht zugeführt, welche deshalb "hole injection layer" genannt wird, während an der Kathode Elektronen injiziert werden. Außer dem hole injection layer gibt es in solch einer OLED-Elementarzelle den hole transport layer, den emissive layer sowie den electron-transport layer. Wird nun die notwendige Spannung (Schwellenspannung) an diese Zelle angelegt, rekombinieren Löcher und Elektronen in der Emissionsschicht, welche dann Licht emittiert. Zur Maximierung der emittierten Lichtmenge muss die optimale Kombination der organischen Schichten gefunden werden, außerdem sind Aufbau und Struktur der Elektroden zu optimieren. Ziel dabei ist es, die Rekombinationsrate möglichst hoch zu halten. Prinzipiell gibt es zwei Arten von OLED-Displays, nämlich solche, die mit Passiv-Matrix-Technologie arbeiten und solche, die auf Aktiv-Matrix-Basis funktionieren:

Ein Passiv-Matrix-OLED-Display ist recht einfach aufgebaut und somit für low-cost-Anwendungen prädestiniert. Es besteht aus einer Anzahl untereinander durch überlappende Elektroden verbundener OLED-Pixel. Bei der Herstellung wird ein Verfahren verwendet, bei welchem eine "Rippen"-Struktur auf ITO-Anoden eingeprägt wird. Bei der Ablagerung der organischen Materialien sowie des Kathodenmetalls formiert sich dann ganz automatisch eine OLED-Displayfläche mit der beabsichtigten Isolierung der Kathoden. Beim Betrieb des Passiv-Matrix-OLED-Displays wird für jeden anzusteuernden Bildpunkt Strom an die entsprechenden Zeilen und Spalten angelegt. Auf diese Weise lassen sich Bildauffrischungsraten um 1/60 s erreichen, damit ist bereits Videoqualität möglich.

 

Aktiv-Matrix-OLED-Displays unterscheiden sich von der passiven Technologie hauptsächlich durch die benötigte elektronische Backplane. Die wesentlichen Vorteile der Aktiv-Matrix-OLEDs sind:

• niedrige Betriebsspannung
• geringer Leistungsverbrauch
• großflächige Displays
• Robustheit

Jeder Bildpunkt eines solchen Displays lässt sich separat über die zugehörigen TFTs und Kondensatoren in der Backplane ansprechen. Dadurch kann prinzipiell jedes Pixel während der Auffrischungszeit aktiv bleiben. Auch der Ausfall eines Bildpunktes ist weniger störend, da dieser einfach dunkel bleibt, während ein defekter LCD-Pixel hell leuchtet.



Vorteile der OLED-Technologie im Überblick
• extrem schnelle Reaktionszeit - d.h. ungefähr 1000 mal schneller als TFT
• Blickwinkel bis zu 170°
• selbst-emittierend, kein Backlight notwendig
• geringes Gewicht
• sehr flache Bauweise bei hoher Leuchtstärke
• Operating Temperatur von -40°C bis + 85°C
• hoher Kontrast (200:1)

STAND DER TECHNIK:
Die derzeit garantierten 10.000h sind für viele Applikationen nicht ausreichend (ausgen. Mobile Telefone). Bereits Ende dieses Jahres soll die 30.000 Stunden Marke überschritten werden. Derzeit erhältliche Farben: grün-monochrom, Farbdisplays sollen bis zum Jahr 2004 zur Serienreife gelangen. Wir freuen uns auf Ihren Anruf und werden versuchen, Ihre Vorstellungen in die Tat umzusetzen! Für nähere Informationen kontaktieren Sie bitte

Michael Mayer, DW 42
Jochen Frey, DW 86





CODICO GesmbH & CoKG • Zwingenstrasse 6-8 • A-2380 Perchtoldsdorf

Tel: +43 1 86 305 • Fax: +43 1 86 305-98 • e-mail: office@codico.com • www.codico.com