CODICO IMPULSE 02/2007

PRÄZISIONSWIDERSTÄNDE SINNVOLL EINSETZEN!

TYCO ELECTRONICS bietet SMD und bedrahtete Präzisionswiderstände für eine Vielzahl von Applikationen und gibt zudem Hilfestellung für den richtigen Einsatz!

Bei der Entwicklung von Analogschaltungen gibt es oft Situationen, die nach Widerständen mit sehr engen Widerstands- und TCR- (Widerstands-Temperaturkoeffizient) Toleranzen verlangen. Solche "Präzisionswiderstände" dienen häufig dazu, die Verstärkung von Operationsverstärkern festzulegen oder eine sehr genaue Referenzspannung zu erzeugen. Sie werden in Dünnschichtprozessen hergestellt und zeichnen sich gegenüber gewöhnlichen Dickschichtwiderständen durch erhöhte Langzeitstabilität aus.

Die angeführte Tabelle listet die wichtigsten Unterschiede zwischen Präzisionswiderständen und gewöhnlichen Widerständen in der Dickschichttechnologie auf. Dickschichtwiderstände sind - obwohl es sich hier um einen Cent-Artikel handelt - mit Toleranzen bis hinab zu ±1% oder ±5% verfügbar. Präzisions-Dünnschichtwiderstände sind typischerweise mit Toleranzen bis hinab zu ±0,05% erhältlich. Diese Bauteile haben außerdem einen wesentlich kleineren Temperaturkoeffizienten und eignen sich dadurch für Einsatzumgebungen, in denen extreme Temperaturschwankungen auftreten. Ein typisches Beispiel ist das Automobil. Auch in feuchter Umgebung sind Dünnschichtwiderstände stabiler und zuverlässiger. Dickschichtwiderstände haben andererseits den Vorteil, dass sie kostengünstiger sind und einer höheren Belastbarkeit standhalten.



Parametrische Unterschiede zwischen Dickschicht- und Dünnschichtwiderständen

Dickschicht- und Dünnschichtwiderstände werden in völlig unterschiedlichen Fertigungsprozessen hergestellt. Die Unterschiede betreffen insbesondere die Art und Weise, wie die Widerstandsschicht aufgebracht wird. Bei der Dickschicht-Technologie wird eine Widerstandspaste auf ein Substrat aufgedruckt und dann in einem Hochtemperaturofen gebrannt. Die Pasten werden in der Regel im Siebdruckverfahren aufgebracht. Als Substrat dient meist eine 96%-Aluminiumoxid-Keramik.

Bei der Dünnschicht-Technologie wird ein geeignetes Muster in das Substrat eingeätzt, anschließend wird eine spezielle Metallschicht aufgebracht. Diese Metallschicht besteht normalerweise aus Nickelchrom. Als Substratmaterialien sind 99,5%-Aluminiumoxid-Keramik, Silizium und Glas gebräuchlich.


Bei Dünnschichtwiderständen lassen sich mit photolithographischen Prozessen weit aus feinere Linien produzieren als in den Dickschichtprozessen. Dadurch kann man den Widerstandswert und den Temperaturkoeffizienten genauer unter Kontrolle halten. Im Laufe der Jahre wurden diese Fertigungsprozesse und die Genauigkeit des Dünnschichtauftrags immer weiter verfeinert. Dadurch wurde es möglich, präzisere Dünnschichtwiderstände herzustellen. In der Vergangenheit galten Widerstände mit einer Toleranz von 0,5% und einem TCR von 25ppm bereits als High-End-Produkte. Heute sind Widerstände, sowohl in bedrahteter als auch in oberflächenmontierbarer Ausführung, mit einer Toleranz von 0,05% und TCRs von 5ppm erhältlich.





Wenn eine Schaltung zwei oder mehr Dünnschichtwiderstände erfordert, so können diese in Bezug auf Widerstandswert und TCR mit großer Genauigkeit gepaart werden. Dies ermöglicht eine präzisere Signalverarbeitung, die u.a. in der Messtechnik und bei industriellen Steuerungssystemen einen signifikanten Vorteil bedeutet.

Eine typische Anwendung für Präzisions-Dünnschichtwiderstände sind Operationsverstärkerschaltungen. Wenn ein Operationsverstärker beispielsweise in einer störsignalverseuchten Umgebung eingesetzt wird, kann man durch exaktes Symmetrieren der Eingänge mit Hilfe von Präzisionswiderständen Gleichtaktstörungen unterdrücken, ohne dass dadurch das (Gegentakt-) Nutzsignal beeinträchtigt wird. Auch in Spannungsteilerschaltungen sind Präzisionswiderstände vorteilhaft. Hier dienen die Widerstände dazu, die Spannung so präzise wie möglich, ohne weitere zusätzliche Fehler, zu reduzieren. Eine weitere typische Anwendung für Präzisionswiderstände sind A/D- und D/A-Wandler. Bei einem D/A-Wandler beispielsweise, hat das höchstwertige Bit einen besonders großen Einfluss auf die Genauigkeit des Umsetzungsprozesses. Dünnschichtwiderstände werden daher vorzugsweise in den Schaltungsbereichen eingesetzt, die die höherwertigen Bits verarbeiten, während für die niederwertigen Bits oft Standard- Dickschichtwiderstände verwendet werden.

TYCO ELECTRONICS bietet unter der Marke HOLSWORTHY eine der umfassendsten Präzisionswiderstand-Produktlinien an. Die Bauteile sind sowohl in bedrahteter als auch in SMD-Ausführung erhältlich. Die bedrahteten Modelle sind auf Gurten mit jeweils 250 Stück, auf 1000er Rollen und auf 5000er Rollen lieferbar. Die Standard-Widerstandstoleranz beträgt 0,1% und der Standard-TCR-Wert 10ppm. Diese Widerstände sind auch mit 0,01%, 0,05%, 0,25% und 0,5% Widerstandstoleranz und TCR-Werten von 5ppm, 25ppm, 50ppm und 100ppm lieferbar.

Die bedrahteten Präzisionswiderstände werden in 250er Ammo-Packs geliefert und haben eine Belastbarkeit von 0,125W, 0,25W, 0,5W oder 1W. Die Standardausführungen sind mit 0,1% Toleranz und 15ppm TCR oder 0,1% Toleranz und 25ppm TCR lieferbar. Diese Widerstände sind auch mit 0,05%, 0,25%, 0,5% und 1% Widerstandstoleranz und TCR-Werten von 5ppm, 50ppm und 100ppm lieferbar.

Präzisionswiderstände werden nicht nur ständig verbessert, sondern auch immer preiswerter. Daher profitieren immer mehr Schaltungen von der Stabilität und der engen Toleranz dieser Bauteile.

Fordern Sie die Gesamtübersicht dieser Präzisionsprodukte bzw. die Detaildatenblätter an und teilen Sie uns Ihre Anwendung mit. Wir helfen Ihnen gerne!

Arnold Geitzenauer, DW 24




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