CODICO IMPULSE 03/2001

TÄGLICH 2 MAL WELTREKORD HIN UND ZURÜCK!

TGV MIT STECKVERBINDERN VON FCI.



Die schweren Eisenbahnsteckverbinder von FCI - Serie 838 - sind allgemein gut bekannt. FCI ist, zusammen mit einigen wenigen Anbietern, als Zulieferant der französischen Staatsbahn und des französischen TGV ausgesucht und gelistet. Das TGV-System ist heute aus Frankreich nicht mehr wegdenkbar. Mit Beginn des neuen Fahrplanes im Juni 2001 hat das TGV-Netz in Frankreich eine wesentliche Erweiterung erfahren, sodass man heute wahrhaftig schon von einem TGV-System sprechen kann.

Die vor mehr als 20 Jahren in Betrieb genommene Hochgeschwindigkeits - Stammstrecke von Paris nach Lyon wurde jetzt um ein großes Neubaustück nach Süden bis Marseille verlängert. Es gibt jetzt täglich ca. 20 Verbindungen zwischen Paris und Marseille bzw. zurück, davon 2 mal 2 Non-Stopp.
Diese Non-Stopp-Züge legen die ca. 800 km lange Strecke in genau 3 Stunden zurück und fahren dabei große Streckenstücke mit einer Spitzengeschwindigkeit von 300 km/h.

Diese Verbindung ist daher in mehrerer Hinsicht Weltrekord:

· in der Durchschnittsreisegeschwindigkeit (266 km/h)
· in der Länge der Non-Stopp-Strecke (800 km)
· in der Zahl der mit diesen Parametern beförderten Passagieren (ca. 400 Plätze in der 2. Klasse und ca. 180 Plätze in der 1. Klasse pro Zug)





  Die für diese Relation eingesetzten neuen Fahrzeuge nennen sich TGV Duplex, abgeleitet vom doppelstöckigen Wagenmaterial. In nur 7 Doppelstockwagen (+ 1 Barwagen + 2 Lokomotiven an den beiden Zugsenden) werden die vorgenannten ca. 580 Passagiere befördert. Wenn erforderlich, können zwei derartige Duplex-Garnituren in Vielfachsteuerung gekuppelt gefahren werden und befördern dann 1.160 Passagiere im gleichen Zug.

Auf der ursprünglichen Stammstrecke zwischen Paris und Lyon verkehren in der Zwischenzeit TGV-Züge mit verschiedensten Endzielen. Die Belegung der Strecke ist so groß, daß alle 4 - 5 Minuten ein Zug „über die Strecke fliegt". Die Sicherheitsvorkehrungen sind enorm. Jeder der eingesetzten Lieferanten muss nicht nur zertifiziert, sondern selbstverständlich auch approbiert/gelistet sein. Kleinste Störungen am Fahrzeug oder an den ortsfesten Anlagen würden das System zum Stehen bringen. Zuverlässigkeit ist daher enorm wichtig.

Dieser nun mehr als 20 Jahre dauernde Einsatz von FCI-Steckverbindern im TGV-System ist ein Grund, warum FCI-Stecker auch bei anderen Eisenbahnapplikationen so geschätzt sind. Staubdicht, wasserfest, korrosionsfest und rüttelsicher sind einige der Parameter, die im harten Eisenbahnbetrieb gefordert werden. Beim TGV sind die FCI-Steckverbinder auf der Fahrzeugunterseite zur Datenübertragung eingesetzt, was die Härte des täglichen Einsatzes nur noch unterstreicht.

Nähere Informationen über diese Steckverbinder erhalten Sie gerne bei Anforderung von unseren Steckverbinderspezialisten. Oder Sie fordern einfach die Kataloge unter Kennziffer S11 an.



Heinrich Hawlik, DW 11

Gerhard Strobl, DW 37


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