ERSTER FUNKTIONSFÄHIGER AMC-STECKVERBINDER
YAMAICHI ELECTRONICS GIBT DIE MARKT-EINFÜHRUNG DER NEUEN STECKVERBINDER-SERIE CN074 BEKANNT, DIE FÜR DEN EINSATZ IN VERBINDUNG MIT DER HOCHFREQUENTEN ADVANCED MEZZANINE CARD (AMC) MIT HOT-SWAP FUNKTION KONZIPIERT WURDE.
Das AMC-Modul repräsentiert die neue Generation von Mezzanine-Karten (oder auch Tochterkarten genannt), die sehr schnelle Datenübertragungsraten (bis zu 12,5 Gbit/sec) ermöglichen und unter anderem den neuen AdvancedTCA® Standard unterstützen. Entwickelt wurde diese Technologie von der PICMG (www.picmg.org), einem Verband von Herstellern aus der Computerindustrie mit über 600 Mitgliedern. In diesem Konsortium war Yamaichi während der Entwicklungsphase und der Verabschiedung der Spezifikation für das AMC-Modul sowie den Steckverbinder maßgeblich beteiligt. Yamaichi ist auch der erste Hersteller, der einen funktionsfähigen AMC-Steckverbinder auf dem Markt anbieten kann.
Zur Erklärung: die AMC ist eine modulare Zusatzkarte, die die Funktionalität einer Trägerplatine (Carrier Board) erheblich erweitern kann. Bei den Carrier Boards kann es sich um sehr einfache passive Boards mit minimaler „Intelligenz" wie auch um High Performance „Single Board" Computer handeln. Das Anwendungsgebiet ist somit sehr breit gefächert, und man erwartet, dass mit diesem Konzept in kurzer Zeit ein breiter Markt erschlossen werden kann. AMC-Module werden parallel zur Trägerplatte eingesteckt und sind über einen Yamaichi „z-pluggable" Stecker der Serie CN074 mit dem Carrier Board verbunden.
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Zum Anwendungsbereich dieser AMC-Module gehören unter anderem auch PCI Express, Advanced Switching, Serial RapidIO, Gigabit Ethernet.
Die AMC-Module sind in unterschiedlicher Baugröße verfügbar. Es gibt je zwei Varianten mit unterschiedlichen Baugrößen bezüglich Breite und Tiefe der Module. So unterscheidet man zwischen AMC-Modulen in halber und voller Höhe sowie einfacher und doppelter Breite.
Der CN074-Stecker ist ein sogenannter „z-pluggable" Steckverbinder, wobei die AMC-Karten über eine Card-Edge-Verbindung realisiert werden und die Verbindung zum Carrier Board über Presskontakte mit zusätzlicher Verschraubung erfolgt. Die Kontakte des Steckverbinders sind in unterschiedlichen Sektionen für Stromversorgung, langsame Signale und hochfrequente LVDS-Signale angeordnet. Um diese unterschiedlichen AMC- Module aufnehmen zu können, wurden vier verschiedene Steckverbindervarianten in drei Gehäusegrößen spezifiziert, die in jeder Reihe 85 Kontakte haben und somit in verschiedenen Kombinationen 85, 170 oder 340 Kontakte aufweisen.
Der Yamaichi-Steckverbinder der Serie CN074 beinhaltet eine ebenfalls von Yamaichi Electronics entwickelte flexible Leiterplatte, die unter dem Produktnamen YFLEX geführt wird. Die YFLEX-Leiterplatte benutzt LCP als Basissubstrat und die B²IT-Verbindungstechnologie. Mit der Implementierung dieser Technologie für Datenübertragung mit kontrollierter Impedanz über differenzielle Leiter hat Yamaichi schon langjährige Erfahrung aus der YFB-Serie. Dies ermöglicht äußerst hochfrequente Datenübertragungen bei gleichzeitig hervorragenden elektrischen Eigenschaften.
Yamaichi hat diese Steckverbinder entwickelt, um den Qualitätsanforderungen der Trägerkarte an Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Betriebsfähigkeit gerecht zu werden. Sie entsprechen daher den Anforderungen des GR-1217-CORE Standards.
Rene Haller, DW 36
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