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SENSORANWENDUNGEN IM MICROAMPERE-BEREICH
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SENSORANWENDUNGEN IM MICROAMPERE-BEREICH ENERGY MICRO entwickelt eine neuartige Sensorschnittstelle und ermöglicht somit die Realisierung von besonders energiefreundlichen Sensoranwendungen im Deep Sleep Mode. ENERGY MICRO hat für seine Ultra-Low-Power Kontrollerfamilien Tiny- und Giant-Gecko eine neuartige Sensorschnittstelle entwickelt, die eine autonome Überwachung von bis zu 16 Sensoren im Deep Sleep Mode erlaubt. Bei den Anwendungen können sowohl aktive als auch passive analoge Sensoren - wie kapazitive, induktive und resistive Sensoren - berücksichtig werden. Die Bezeichnung LESENSE (Low Energy Sensor Interface) begründet sich in der Eigenschaft, dass die Überwachung bzw. Messung der Sensoren völlig autonom, d.h. ohne Intervention des Cortex-M3, vollzogen wird. Dies ermöglicht die Realisierung von besonders energiefreundlichen Lösungen, da die Aufgabe der Sensormessung vollständig in das LESENSE Modul ausgelagert werden kann, welches mit einer durchschnittlichen Stromaufnahme von einigen µA seinesgleichen sucht. Das von der Gecko-Familie bereits bekannte PRS (Peripheral Reflex System) ermöglicht zudem die Einbindung von weiteren Peripherien, wie z.B. PCNT (Pulse Counter), RTC (Real Time Counter), LETIMER (Low Energy Timer) und GPIOs. Hierbei wirkt das PRS wie ein Verdrahtungsnetzwerk, das den Austausch von Triggersignalen zwischen den einzelnen Peripherien auch im Deep Sleep Mode erlaubt. Somit lassen sich auch komplexe Messszenarien implementieren, die den Einsatz des Cortex-M3 und den damit verbundenen Wechsel in den Run-Mode auch für längere Zeitfenster unterbinden. Zur Messung der Sensoren stehen dem Anwender 2 ACMPs (Analog Comparator) zur Verfügung, denen je ein Multiplexer mit acht analogen Eingängen vorgeschaltet ist. Als Referenzspannung stehen mehrere Quellen zur Auswahl, wie z.B. zwei 12-Bit DACs, eine interne LDO (1.25V und 2.5V), eine “fein“ skalierbare Versorgungsspannung oder eine externe Referenz. Die Messergebnisse der ACMPs münden in dem LESENE Modul, das die eigentliche Intelligenz für die Zuordnung und Evaluierung der Ergebnisse sowie für die gesamte Ablaufsteuerung bereitstellt. Der konfigurierbare Sequenzer definiert hierbei, in welcher zeitlichen Reihenfolge und Dauer die Sensoren gemessen und ausgewertet werden. Insbesondere passive Sensoren benötigen eine Erregung, bevor ein Messvorgang eingeleitet werden kann. Der Sequenzer stellt hierzu verschiedene Stimulus-Szenarien zur Verfügung, die am Messpin oder alternativ an einem anderen Pin ausgegeben werden können. Die integrierte “Count & Compare“ Funktion ermöglicht das Zählen von Pulsen, die am Ausgang der ACMPs während eines Messzyklus generiert werden. Das Ergebnis kann mit einem Referenzwert verglichen oder in einem Buffer für eine spätere Auswertung zwischengespeichert werden. Für komplexere Messszenarien bietet der Decoder mit einer integrierten und konfigurierbaren FSM (Finite State Machine) mit 16 Zuständen zusätzliche Intelligenz, wie sie z.B. für einen Quadratur-Decoder benötigt wird. Die Funktionsweise von LESENSE soll im Folgenden an drei Beispielen aus dem Bereich der kapazitiven, induktiven und resistiven Sensorik verdeutlicht werden: Beispiel: Kapazitive Sensorik Beispiel: Induktive Sensorik Innerhalb einer kurzen Erregungszeit wird der Kondensator eines LC-Schwingkreises über den DAC vorgeladen. Während dieser Erregungsphase wird der Pin ACMPn_CHx durch den Sequenzer gegen Masse gelegt. In der anschließenden Messphase wird der Pin ACMPn_CHx in Tristate und DAC0_OUTx auf Masse geschaltet, und der Schwingkreis beginnt mit seiner Resonanzfrequenz von zu schwingen. Durch parasitäre ohmsche Verluste der Bauteile verliert der Schwingkreis jedoch an Energie und die Oszillation schwingt ab. Unter Einbeziehung des ACMPs lassen sich die Spitzen oberhalb einer definierten Schwellspannung zählen. Hierzu wird das Signal an ACMPn_CHx an den nicht invertierenden Eingang eines ACMPs geführt, während die Referenzspannung (Schwellspannung) am invertierenden Eingang durch den DAC bereitgestellt wird. Somit generiert jeder Peak oberhalb der Schwellspannung am Ausgang des ACMPs eine 1, die je vom LESENSE Counter gezählt wird. Beispiel: Resistive Sensorik Während der gesamten Messung wird der Lichtsensor über LES_ALTEX0 mit einer Spannung versorgt. Der Phototransistor wirkt wie ein Spannungsteiler, der in Abhängigkeit der Belichtung seinen Widerstandswert ändert und somit den Spannungsabfall über den zweiten Widerstand beeinflusst. Dieser Spannungsabfall wird über ACMP0_CH4 am Eingang des ACMPs gegen eine Referenzspannung gemessen, die im Laufe einer Messperiode nachgezogen werden kann. Somit lässt sich ermitteln, ob die Lichtintensität einen bestimmten Wert über- oder unterschreitet. Je nach Messwiederholungsfrequenz beträgt die durchschnittliche Stromaufnahme 1,2 µA bei 20Hz und 2,3 µA bei 100Hz. Mit dem Tiny Starter Kit können alle genannten Beispiele und viele weitere getestet werden. Das Starter Kit bietet hierzu alle notwendigen Peripherien, wie z.B. einen Lichtsensor, einen kapazitiven Touch-Slider und einen LC-Schwingkreis. Source Code und Application Notes finden Sie unter: http://www.energymicro.com/downloads/application-notes Mit der Einführung dieser neuartigen Sensorschnittstelle ist ENERGY MICRO ein wichtiger Schritt gelungen, die Stromaufnahmen auch in Sensoranwendungen deutlich zu reduzieren. Ermöglicht wird dies durch autonom operierende Peripheriefunktionen, die im Deep Sleep Mode ohne den Einsatz des Cortx-M3 nur wenige µA benötigen. Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren! A05 |






